Stoffe, Textilien, Markenkern

Markenkern für den Mittelstand: Das Besondere ist das Persönliche

„Tempo“, „Labello“, „UHU“… wie selbstverständlich verwenden wir Markennamen für Produkte. Erstaunlicherweise sogar für Erzeugnisse der Konkurrenz! Ein von Marketingstrategen immer wieder bewunderter Erfolg. Aber Experten warnen: Wer eine solche Strategie für sein mittelständisches Unternehmen einfach kopiert, schlittert in eine Kostenfalle oder schlimmstenfalls direkt in die Unternehmensinsolvenz. KMU müssen bei der Markenbildung deshalb einige Besonderheiten beachten – die sie aber letztlich erfolgreicher machen können.

Basis für erfolgreiches Marketing: Die Markenkernanalyse

Für jedes Unternehmen gilt: Gegenüber Mitarbeitern und Kunden muss klar sein, wofür das Unternehmen steht. Nur so können Produkte und Dienstleistungen erfolgreich als stark nachgefragte „Marke“ auf dem Markt etabliert werden. Um herauszufinden, wofür Unternehmen und Erzeugnisse stehen, empfehlen Marketing-Experten vor der eigentlichen  Markenbildung eine Markenanalyse zu betreiben. Denn Basis für erfolgreiches Marketing im Mittelstand ist der Markenkern.

Markenkern: Im Mittelstand häufig an den falschen Stellen gesucht

Viele mittelständische Unternehmen suchen den Markenkern häufig in ihren Produkten. Das ist im Grunde genommen auch nicht falsch, aber insbesondere als Mittelständler darf man sich bei der Suche nach dem Markenkern nicht allein darauf beschränken. Denn gerade in KMU, die nicht über das Marketingbudget der „Großen“ verfügen, ist der Markenkern, das Besondere häufig nicht das Unternehmensprodukt, sondern vielmehr die Unternehmerpersönlichkeit.

Der Unternehmer macht die Marke einzigartig

Stoffe, Textilien, Markenkern
Der Textilhersteller manomama punktet durch soziales Engagement. (Bild: Dreher / pixelio.de)

Als Unternehmer sollte man sich im Rahmen einer Markenkernanalyse folgende Fragen stellen:

  • Wofür stehe ich?
  • Welche Werte und Ziele verfolge ich mit meiner Unternehmung?
  • Steht das Produkt, die Dienstleistung, die ich im Rahmen meiner Unternehmung herstelle, im Einklang mit den von mir angestrebten Werten und Ziele?

Gerade in der letzten Frage steckt das Einzigartige im vom Unternehmer hergestellten Produkt. Eines von vielen Beispielen: Das mittelständische Unternehmen manomama. Der Textilhersteller mit Sitz in Augsburg beschäftigt ehemalige Langzeitarbeitslose, darunter zahlreiche Frauen über 50 (daher auch der Name manomama, „mano“ + „mama“ = Aus den Händen der Mütter), Alleinerziehende und Menschen mit Handicap. Nach außen erfolgreich verkörpert wird dieses soziale, aber auch wirtschaftlich rentable Engagement durch die Geschäftsführerin Sina Trinkwalder. Manomama hat sich, auch über die Grenzen der Fuggerstadt hinaus, inzwischen als nachhaltiges Unternehmen etabliert und setzt sich so erfolgreich aus der Masse der Textilhersteller ab.

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